Gründung der  ACK Bensheim/Bergstraße am 6. November 2003 

1. Ergänzung:

Durch einstimmigen Beschluss der Vollversammlung am 10. März 2004 wird die
Evangelische Chrischona-Gemeinschaft Bergstraße
als 15. Mitglied in die ACK Bensheim / Bergstraße aufgenommen.

Ihrem Wunsch entsprechend erhält die Evangelische Chrischona-Gemeinschaft Bergstraße
den Gaststatus.
 
 

Das Foto zeigt die Mitwirkenden an dem ökumenischen Gottesdienst, von links nach rechts:

Dekanin Ulrike Scherf, Andreas Nieporte, Dekan Hermann-Josef Herd, Pfarrer Karl Eberhard, Pfarrerin Renate Schmidt, Pfarrer Lothar Landvogt, Pfarrer Peter Voß, Dietmar Riedhof  und Dietlind Reinhardt. 

 

 

 
Pressenotitz zur Gründung der lokalen ACK Bensheim/Bergstraße
 (Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen)                                                                                                          

 Bensheim, 14. November 2003. „Vielen Dank für die Einladung zu den Feierlichkeiten aus Anlass der Gründung der lokalen ACK Bensheim/Bergstraße. Herzlichen Glückwunsch dazu. Es war ein rundum gelungener Abend mit einem engagierten ökumenischen Gottesdienst und mit wunderbaren Begegnungen“, schreibt Herr Dr. Dr. habil Johann Georg Schütz, theologischer Referent in der ACK-Zentrale Frankfurt im Nachgang zu der Gründungsfeier vom 6.11.2003.
14 Kirchengemeinden und Gemeinschaften haben sich zusammengefunden,  um das, was möglich ist, gemeinsam zu tun, die gegenseitige Verständigung zum Normalfall werden zu lassen, bei künftigen Projekten zusammenzuarbeiten und mit einer Stimme an die Öffentlichkeit zu gehen.
Folgende Gemeinden und Gemeinschaften haben sich in die AK Bensheim/Bergstraße eingebracht:

Als Mitglieder
  1. Christusträger Schwesternschaft e.V.
  2. Christuszentrum an der Bergstraße (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden)
  3. Evangelische Kirchengemeinde Auerbach
  4. Evangelische Kirchengemeinde Gronau-Zell
  5. Evangelische Kirchengemeinde Schönberg-Wilmshausen
  6. Evangelische Kirchengemeinde Schwanheim
  7. Evangelische Stephanusgemeinde Bensheim
  8. Römisch-Kath. Kirchengemeinde Hl. Kreuz Auerbach
  9. Römisch-Kath. Kirchengemeinde St. Elisabeth Schönberg
10.   Römisch-Kath. Kirchengemeinde St. Georg Bensheim
11.   Römisch-Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius Bensheim
12.   Evangelischer Bund Hessen Nassau (Regionalgruppe Bergstraße)

als ständige Gäste
  1. Christuskirche Auerbach (Baptisten)
  2. Evangelische Michaelsgemeinde Bensheim

In der Sankt Laurentius Kirche, in der Bensheimer Weststadt,  fand der ökumenische Gottesdienst mit der Unterzeichnung der Vereinbarung (Satzung) statt. Pfarrer Karl Eberhard begrüßte als „Hausherr“ die eingeladenen Gäste:
Dr. Dr. habil. Johann Georg Schütz, theologischer Referent in der
ACK-Zentrale Frankfurt, kam mit seiner Frau.
Dekanin Ulrike Scherf vom evangelischen Dekanat Bergstraße-Mitte.
Dekan Hermann-Josef Herd vom katholischen Dekanat Bergstraße-Mitte,
Pfarrer Dr. H. Günther, Ökumenebeauftragter des evangelischen Dekanats Bergstraße-Mitte.
Für die Stadt Bensheim kam in Vertretung des eingeladenen Bürgermeisters Frau Heimann.
Pfarrer Lothar Landvogt, Mitglied des Leitungsteams des katholischen Dekanats Bergstraße-Mitte berichtete vom Werdegang der ACK-Gründung, die er mit seiner großen Erfahrung aus seiner Arbeit in dem Ökumenezentrum in Kranichstein/Darmstadt kräftig unterstützt hat.
Die Idee einer ACK Bensheim/Bergstraße ist vor zwei Jahren von den Ökumeneausschüssen der Stephanus- und der St. Laurentiusgemeinde aufgegriffen worden. Hilfreich war der Besuch in der Ökumenischen Zentrale in Frankfurt. Sie ist Dreh- und Angelpunkt der ACK. Von dort kommen Impulse, Mitteilungen über ökumenische Entwicklungen und auch Vorlagen für die ökumenische Gebetswoche für die Einheit der Christen, die in Bensheim immer in der Woche vor Pfingsten stattfindet. Besuche und Einladungen gingen von St. Laurentius und der Stephanusgemeinde aus an die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden und sie waren zu Gast bei unterschiedlichen kirchlichen bzw. christlichen
Gemeinschaften.
Die beiden Ökumeneausschüsse besuchten nacheinander das Christuszentrum, die Christusträger-Schwesternschaft, die Evangelische Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Landeskirchliche Gemeinschaft Chrischona, den „Dritten Orden“ der Franziskanischen Gemeinschaft und  die Siebenten-Tags-Adventisten und entdeckten im Gespräch viel
Gemeinsames aber auch Verschiedenes, was sicherlich auch zur gegenseitigen Achtung und zum gegenseitigen Vertrauen beigetragen haben.
Pfarrer Peter Voß aus Gronau stellte die evangelischen Gemeinden vor, Dekan Hermann Herd übernahm die Vorstellung der katholischen Gemeinden. Schwester Ute Winkler berichtete über die Christusträger-Schwesternschaft, Hermann
Umbeck stellte das Christuszentrum vor und Günter Bitsch die Gemeinde der Christuskirche in Auerbach und Pfarrer Walter Fleischmann-Bisten die Regionalgruppe des Evangelischen Bundes. Die Predigt hielt Dekanin Ulrike Scherf von dem evangelischen Dekanat Bergstraße-Mitte. Das Ökumenische Glaubensbekenntnis aus dem Jahr 381 und das allen gemeinsame Vaterunser führten mit den Fürbitten und dem Friedensgruß zum Akt der Unterzeichnung der Vereinbarung.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand die konstituierende Sitzung der ACK Bensheim/Bergstraße mit der Wahl des Vorstands statt. Den Wahlvorstand bildeten Dietlind Reinhardt (Michaelsgemeinde), Ursula Eiff (Michaelsgemeinde) und Dekanin Ulrike Scherf (evangelisches Dekanat Bergstraße-Mitte).   Gewählt wurden Pfarrerin Renate Schmidt (Stephanusgemeinde), Andreas Nieporte (Christuszentrum) und  Dietmar Riedhof (St. Laurentius). Der Vorstand bestimmt aus sich heraus die Vorsitzende oder den Vorsitzenden an der ersten Zusammenkunft am 2. Dezember 2003.
 
 

         Vereinbarung

Grundlage
1.0
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Bensheim/Bergstraße versteht sich als eine Gemeinschaft von Kirchen und christlichen Gemeinschaften, die sich im Namen des Herrn Jesus Christus um ein gemeinsames Zeugnis und einen gemeinsamen Dienst bemühen, im Wissen um das Wort des Herrn: „...dass alle eins seien“ (Joh17,21). Die der Arbeitsgemeinschaft angehörenden Kirchen und christlichen Gemeinschaften bekennen den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland und trachten darum gemeinsam zu erfüllen, wozu sie zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes berufen sind.

Die Grundlage ihres gemeinsamen Glaubens und ihrer Zusammenarbeit ist das Wort Gottes, wie es in Jesus Christus endgültig geoffenbart und in der Heiligen Schrift, Altes und Neues Testament, bezeugt ist.

Durch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bensheim/Bergstraße wird die Selbständigkeit jedes einzelnen Mitglieds in Bekenntnis und Lehre, im Leben und in der Ordnung sowie in der Wahrnehmung eigener Anliegen nicht berührt. Vielmehr erkennen die Mitglieder dies an und versuchen im gemeinsamen Tun das jeweils andere Verständnis zu achten, damit der Partner um des einen Herrn willen nicht in seiner Gewissensüberzeugung verletzt wird.
 

Artikel 1: Mitgliedschaft
1.1
Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bensheim/Bergstraße können Kirchengemeinden und christliche Gemeinschaften werden, wenn sie die oben formulierte Grundlage schriftlich anerkennen. Die Aufnahme neuer Mitglieder bedarf der Zustimmung aller bisherigen stimmberechtigten Mitglieder. Die Mitgliedschaft kann statusmäßig verändert werden (Mitgliedschaft mit Status „Vollmitglied“, Mitgliedschaft mit Status „Gastmitglied“ ohne Stimmrecht).
 

Artikel 2: Zugehörigkeit
2.0
Mitglieder in der Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen können alle Kirchen und christlichen Gemeinschaften in Bensheim und Umgebung werden. Wo dies zur Zeit nicht der Fall ist, soll sich die ACK darum bemühen, diese Kirchengemeinden und christlichen Gemeinschaften für eine Vollmitgliedschaft, zumindest aber für eine Gastmitgliedschaft zu gewinnen.

2.1  Mitglieder sind derzeit:

  1. Christusträger Schwesternschaft e.V.
  2. Christuszentrum an der Bergstraße (Bund Freikirchl. Pfingstgemeinden)
  3. Evangelische Kirchengemeinde Auerbach
  4. Evangelische Kirchengemeinde Gronau-Zell
  5. Evangelische Kirchengemeinde Schönberg-Wilmshausen
  6. Evangelische Kirchengemeinde Schwanheim
  7. Evangelische Stephanusgemeinde Bensheim
  8. Römisch-Kath. Kirchengemeinde Hl. Kreuz Auerbach
  9. Römisch-Kath. Kirchengemeinde St. Elisabeth Schönberg
10. Römisch-Kath. Kirchengemeinde St. Georg Bensheim
11. Römisch-Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius Bensheim
12. Evangelischer Bund Hessen Nassau (Regionalgruppe Bergstraße)
 
 

2.2 Gäste sind derzeit:

1.  Christuskirche Auerbach (Baptisten)
2.  Evangelische Michaelsgemeinde Bensheim
 
 
 

Artikel 3: Gaststatus
3.0
Kirchen und christliche Gemeinschaften, die eine volle Mitgliedschaft nicht oder noch nicht eingehen wollen, können mit Zustimmung der Mitglieder durch die Vollversammlung als Gäste (ohne Stimmrecht) aufgenommen werden. Voraussetzung ist, dass sie die  unter 1.0 formulierte Grundlage anerkennen.
 

Artikel 4: Organe
4.0
Organe der ACK Bensheim/Bergstraße sind
4.1 die Vollversammlung
4.2 der Vorstand

4.1 Die Vollversammlung berät über und beschließt ökumenische Aktivitäten, die von der Arbeitsgemeinschaft ausgehen sollen.

      Ihr gehören an als Delegierte für

 
     1. Christusträger Schwesternschaft e.V. 
     2. Christuszentrum an der Bergstraße (Bund freikirchl. Pfingstgemeinden) 
     3. Evangelische Kirchengemeinde Auerbach 
     4. Evangelische Kirchengemeinde Gronau-Zell 
     5. Evangelische Kirchengemeinde Schönberg-Wilmshausen 
     6. Evangelische Kirchengemeinde Schwanheim
     7. Evangelische Stephanusgemeinde Bensheim 
     8. Römisch-Kath. Kirchengemeinde Hl. Kreuz Auerbach 
     9. Römisch-Kath. Kirchengemeinde St. Elisabeth Schönberg 
   10. Römisch-Kath. Kirchengemeinde St. Georg Bensheim 
   11. Römisch-Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius Bensheim 
   12. Evangelischer Bund Hessen Nassau (Regionalgruppe Bergstraße)
 

   Ihr gehören an als Gastmitglied für

   1. Christuskirche Auerbach (Baptisten)
   2. Evangelische Michaelsgemeinde Bensheim
 


2 Delegierte
2 Delegierte
2 Delegierte
2 Delegierte
1 Delegierter
2 Delegierte
2 Delegierte
2 Delegierte
2 Delegierte
2 Delegierte
2 Delegierte
1 Delegierter
 
 
 
 
 2 Deligierte

 2 Deligierte
 
Die Vollversammlung trifft sich in der Regel ein Mal je Kalenderhalbjahr, bei Bedarf auch häufiger.

Die Delegierten werden jeweils von ihren Kirchen/Gemeinschaften benannt.
Die Vollversammlung wählt aus ihrer Mitte für drei Jahre den Vorstand. Wiederwahl ist möglich.
 

4.1.1 Beschlussfähigkeit besteht bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder. Auf dieser Basis werden Beschlüsse mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gefasst, Empfehlungen mit einfacher Mehrheit. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme.
Die Delegierten haben vor Entscheidungen die Möglichkeit der Rücksprache mit ihrer Gemeinde. Sie sollen sich bei wichtigen Beschlussvorlagen nach Möglichkeit zuvor eine Rahmenvollmacht vom zuständigen Beschlussgremium ihrer Gemeinde erteilen lassen.
Zur Einhaltung eines Beschlusses in seinem Bereich ist ein Vollmitglied dann nicht verpflichtet, wenn es innerhalb von vier Wochen nach dem Beschluss einen Vorbehalt gegenüber dem Vorstand geltend macht.
Bei Veröffentlichungen von Beschlüssen muss über diese Vorbehalte informiert werden.
 
 

4.2 Der Vorstand setzt sich aus der/dem Vorsitzenden und den beiden stellvertretenden Vorsitzenden zusammen. Er bereitet die zu fassenden Beschlüsse vor und leitet die Vollversammlung.
Der Vorstand vertritt die Arbeitsgemeinschaft nach außen.

Zur Entlastung des Vorstands können Ausschüsse gebildet und mit konkreten Aufgaben betraut werden.

Anmerkung: Der Vorstand sollte sich in der Regel aus einem Vertreter der evangelischen Gemeinden, einem Vertreter der katholischen Gemeinden und einem Vertreter der übrigen Kirchen und Gemeinschaften zusammensetzen.
 

Artikel 5: Aufgabenbereiche
5.0
Entsprechend der oben formulierten Grundlage pflegen und fördern die Mitglieder ökumenische Aktivitäten. Neben einzelnen Aktionen ist das Gebet füreinander und miteinander oberstes Anliegen.

 Einzelne Aufgaben sind z.B.

a) Ökumenische Gottesdienste und Gebete
b) Das Hören auf die Heilige Schrift als Quelle zur Vertiefung des Glaubens
    (Bibelstunden, religiöse Arbeitskreise u.a.)
c) Gegenseitige Information über Glauben, Gottesdienst, Leben und Strukturen der
    einzelnen  Kirchen und Gemeinschaften
d) Vorbereitung und Durchführung ökumenischer Veranstaltungen
e) Kontakte und Gespräche mit den Leitungsgremien der
    Kirchengemeinden und Gemeinschaften
f) Zeugnis und Dienst im gemeinsamen Suchen des Menschen,
    z.B. Begleitung konfessionsverbindender Ehen
g) ökumenische Bildungsarbeit
h) Vertretung gemeinsamer Anliegen der christlichen Gemeinden in der Öffentlichkeit
    von Bensheim und Umgebung. Gespräche mit der Kommunalverwaltung
    und Verbänden, Kontakt zur  Presse.


Die Arbeitgemeinschaft bemüht sich im Kontakt mit überregionalen Initiativen, den weltweiten ökumenischen Dialog für die Arbeit in Bensheim und Umgebung fruchtbar zu machen.
 

Artikel 6: Finanzen
6.0
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft kommen für die notwendigen Ausgaben auf. Jedes Mitglied leistet ungeachtet seines Status’ einen jährlichen Sockelbeitrag von 50 €.
Die Vollversammlung beschließt ggf. eine Änderung des Sockelbeitrags.
 

Artikel 7:  Auflösung des ACK Bensheim/Bergstraße
7.0
Eine eventuelle Auflösung bedarf des einstimmigen Beschlusses.
Das dann vorhandene Vermögen fällt an die Mitglieder entsprechend ihrer Beitragsleistung zurück.
 

Artikel 8: Änderungen der Satzung
8.0
Änderungen der Satzung bedürfen der Zustimmung aller Vollmitglieder.
Gastmitglieder sollen vorher gehört werden.
 

Es folgen die Unterschriften aller Mitglieder:
 

Wir stimmen der ACK-Vereinbarung in der Fassung vom 6.11.2003 zu.

64625 Bensheim, den 6. November 2003
 
 

Christusträger Schwesternschaft e.V. 

Christuszentrum an der Bergstraße 

Evangelische Kirchengemeinde Auerbach 

Evangelische Kirchengemeinde Gronau-Zell 

Evang. Kirchengemeinde Schönberg-Wilmshausen 

Evangelische Kirchengemeinde Schwanheim 

Evangelische Stephanusgemeinde Bensheim 
 

 Römisch-katholische Kirchengemeinde Hl. Kreuz Auerbach

 Römisch-kath. Kirchengemeinde St. Elisabeth Schönberg

 Römisch-kath. Kirchengemeinde St. Georg Bensheim

 Römisch-kath. Kirchengemeinde St. Laurentius Bensheim

 Christuskirche Auerbach

 Evangelische Michaelsgemeinde Benshei

 Evangelischer Bund Hessen Nassau

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PRESSEMELDUNG

Die Folien im ökumenischen Gottesdienst am 1.1.2004
Erste Aktion der ACK Bensheim/Bergstraße mit großem Erfolg
 (Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen)

Bensheim, 6.1.2004. „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen“, ist die Jahreslosung für 2004 und war das Thema des ökumenischen Gottesdienstes am 1.1.2004 um 17 Uhr in der St. Georgskirche in Bensheim. Der seit dem Jahr 2000 sehr gute Zuspruch erlebte dieses Mal noch eine Steigerung. In den ersten drei Jahren dieser noch jungen Tradition waren die vier Bensheimer Innenstadtgemeinden (Michael. St. Georg, Stephanus und St. Laurentius) die Träger dieses Gottesdienstes.
Diesmal konnte der Gottesdienst  auf noch eine größere ökumenische Basis gestellt werden. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen  ACK Bensheim/Bergstraße, gegründet am 6.11.2003, zu der auch die bisherigen vier Veranstalter gehören, besteht aus 14 Kirchengemeinden und christlichen
Gemeinschaften aus Bensheim. Die ACK Bensheim /Bergstraße als lokale Gruppe der ACK Deutschland (Zentrale in Frankfurt) hat sich das Arbeitsziel gestellt, dass sich die einzelnen Kirchengemeinden und christlichen Gemeinschaften besser kennen lernen und damit ihre Zusammenarbeit verbessern, was sich positiv im Konfliktfällen auswirkt, dass sie mit einer Stimme zu relevanten Themen in der Öffentlichkeit Stellung beziehen können, dass alle im gemeinsamen Beten, Bibellesen, Gottesdienst und im gemeinsamen Feiern dem Auftrag Jesu „...damit alle eins sind..“ (Joh.17,21) einen Schritt näher kommen.
Diese breitere Basis war auch die Ursache dafür, dass nur noch wenige Plätze in der St. Georgskirche frei waren.
Nach dem Präludium, der Begrüßung durch den „Hausherrn“ Pfarrer Walter Weis folgte das Besinnungsangebot. Der Unterschied zwischen der Zuverlässigkeit des Wortes Gottes und dem unzuverlässlichen Wort vieler Menschen wurde an drei Beispielen mit Folien mit dem Overheadprojektor aufgezeigt: „Die Renten sind sicher!!!  -  aber nur ein Teil....- als kleine Riesterrente?   ... oder gar nicht?. Das Ergebnis der INFRATEST-Umfrage zur Frage „Sind die Renten sicher?“ zeigte ein erschreckendes „nein“ von 60% bis 91%, je nach Befragungsgruppe. Das zweite Beispiel die Zuverlässigkeit der Aussage (Worte) über das Staatsdefizit: zugesagt waren 2,8%, aber an die EU gemeldet wurden 3,8%.
Das dritte Beispiel zeigte nochmals wie das Worthalten aussehen kann: Zugesagt waren in Hessen 500 neue Lehrerstellen, aber durch Pensionierung und sonstige Ausfälle waren es 1050 Lehrer weniger.
Die drei Negativbeispiele für die Zuverlässigkeit der Worte wurden drei Aussagen der Bibel gegenübergestellt: (Jes 40,8) Das Grasverdorrt, die Blumen verwelken, aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit, (Jes 40,8) Hört zu, ich gebe euch wertvollen Rat. Ihr könnt euch auf meine Worte verlassen und (MK 13,31) Himmel uns Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Nach Kyrie, Gotteslob und Tagesgebet erfreute der Chor( Kantorei der Michaelsgemeinde, verstärkt durch Mitglieder der Kirchenchöre  von St. Laurentius und der evangelischen Kirchengemeinde Zwingenberg) die Gemeinde mit dem akkurat vorgetragenen Chorsatz von Mendelsohn „Herr nun lässest du deinen Diener..“. Der Psalm 119A, im Wechsel gebetet, schloss sich an, gefolgt vom Evangelium, dem Gleichnis vom Feigenbaum (Mk 13, 28-31), in dem auch die Jahreslosung enthalten ist, das Thema dieses Gottesdienstes. In der Predigt griff Diakon Bartels von der St. Laurentiusgemeinde die Aussage dieses Evangeliums und die Beispiele des Besinnungsangebots auf , um die Unterschiede in der Zuverlässigkeit zwischen Gottes Wort und des Menschen Wort zu verdeutlichen. In dem altkirchlichen Glaubensbekenntnis (Nicaeum Constantinopolitanum) wurde dieses Mal die evangelische Fassung von “katholisch“ gewählt :“allgemein“. Einige Teilnehmer regten an, beim nächsten Mal dieses „katholisch“, das ursprünglich nicht konfessionell belastet sein konnte, mit „allumfassend“ auszudrücken, was wohl von allen ACK-Mitgliedern akzeptiert werden wird. Nach den Fürbitten, dem Vaterunser sangen Chor und Gemeinde im Wechsel das beeindruckende Lied „Von guten Mächten treu und still umgeben...“, dem Text von Dietrich Bonhoeffer und dem Chorsatz von Michael Schütz. Nach dem Segen trafen sich alle, die der Einladung der ACK Bensheim/Bergstraße gefolgt waren im Pfarrzentrum St. Georg zum regen Austausch über den Gottesdienst und sonstige aktuelle Fragen. Durch den starken Besuch des ökumenischen Gottesdienstes fühlt sich die ACK Bensheim/Bergstraße ermutigt, diesen Gottesdienst auch im kommenden Jahr mit einem neuen Thema wieder anzubieten.