"Pratheeksha" Hoffnung neue Wege in Chalil

Ein Schwerpunktprojekt unserer Gemeinde für die "Eine Welt"
unterstützt von den Pfarreien Maria Geburt Otzberg, Sankt Josef Neu Isenburg,
dem Kindermissionswerk des BDKJ,
vielen regelmäßigen und Gelegenheitsspendern
Stand: Mai 2009
In Kerala im Süden Indiens, nahe am Indischen Ozean liegt die Stadt Chalil. In der Stadt und den umliegenden Dörfern gibt es außer Fischerei und Landwirtschaft wenig Arbeitsmöglichkeiten.
In Kerala leben seit Langem Christen mit Hindus und Moslems friedlich zusammen.
Das öffentliche Schulsystem zu Beginn des Projektes war unzureichend und mit Kosten für Schulgeld, Schulkleidung und Lernmaterial für den Großteil der Eltern nicht bezahlbar.
Unser Projekt will die Bildungsbedingungen für die Kinder in Chalil wesentlich verbessern, um ihnen die Chance für das spätere Leben zu geben.
Die Auswahl der Kinder zur Förderung erfolgt grundsätzlich ohne Beachtung der Religionszugehörigkeit, setzt aber eine Leistungsbereitschaft der Geförderten voraus.
| Ansprechpartner und Spendenkonten der
Projektgruppe Pratheeksha |
| Pfarrei St. Laurentius |
Pfarrei Mariä Geburt |
Pfarrer Karl Eberhard
Hagenstraße 22
64625 Bensheim
Telefon: 06251-4160
Telefax: 06251-570728
email: st_Laurentius(at)gmx.de
| Pfarrer Isaak Kochinamkary
Pfarrei Sankt Michael
Rheinstraße 4
55296 Lörzweiler
Telefon: 06138 6216
Telefax: 06138 981142
email: pfarrer(at)katholisches-pfarramt-stmichael
|
| Spendenkonto |
| Pfarrei St. Laurentius |
Bezirkssparkasse Bensheim
BLZ: 509 500 68
Konto-Nr: 500 34 62
Kennwort: Kinderhilfe Chalil |
aktuelle Maßnahmen
Schülerförderung:
Zu Beginn unseres Projekts mussten die Eltern Schulgeld, Schulkleidung und Lernmaterialien selbst tragen. Dies konnten sich nur reiche Eltern leisten. Das Projekt hat diese Kosten übernommen und noch eine Rücklage für eine nachschuliscche Ausbildung festgelegt.
Außerschulischer Untericht:
Als nächstes haben wir begonnen, alle Kinder in einer Früh- und Spätschule mit qualifizierten Lehren zusätzlich zu unterichten. Damit die Chancen für eine spätere Ausbildung verbessertwurden.
Vollschuluntericht:
Nach Fertigstellung des "Hauses der Hoffnung" haben wir 2005 mit dem Aufbau eines kostenfreien Vollschulunterichtes (English Medium-School) mit zwei Parallelklassen begonnen. Diese Schule kann nach fünfjähriger erfolgreicher Arbeit staatlich anerkannt werden.
Kindergarten:
In Chalil gab es keine Möglichkeiten, Kinder zu betreuen und damit auch der Mutter eine Chance auf Arbeit zu geben. Im Jahr 2002 haben wir eine kleine Kindertagesstätte eingerichtet.
Nähschule:
Wir bieten Mädchen, die nach ihrer Schulzeit keine Arbeit finden Grund- und Aufbaukurse im Nähen, Schneidern und Stricken an. Durch Verkauf selbst hergestellter Artikel können sie sich ein kleines Zubrot verdienen.
Bücherei:
Bereits 2003 haben wir mit dem Aufbau einer kleinen Schulbücherei begonnen. Sie wird durch Spenden und Zukauf weiter ausgebaut.
Jugendarbeit:
Das "Haus der Hoffnung" gab uns auch die Möglichkeit zu einer Jugendarbeit. Jungen Menschen können wir so eine Hilfe zur Lebensorientierung bieten, Computer- und Musikkurse Fachseminare und sonstige Veranstaltungen durchführen.
Medizinische Betreuung:
Betreute Kinder und deren Eltern werden regelmäßig medizinisch kostenfrei untersucht und ggfs. ambulant behandelt. Medizinische Aufklärung wird angeboten. Gebrauchte; aus Deutschland eingeführte Brillen werden verteilt.

Brillen anpassen

med. Vorsorge
Schulkapelle:
Nachdem wir günstig Musikinstrumente bekommen konnten, begannen wir, für die Jugend eine Schulkapelle aufzustellen. Die Gruppe kann sich mittlerweile bei Feiern ein kleines Zubrot verdienen.
Behindertenhilfe:
Seit 2005 befördern wir behinderte Schüler mit eigenem Fahrzeug von und zur zur Schule.
1995 bis 2003
Im Jahr 1995 kam Pfarrer Isaak Kochinamkary aus dem indischen Bundesstaat Kerala als
Diakon in unsere Gemeinde. Damals begann er, mit Unterstützung von
Pfarrer Eberhard, eine Hilfe zur Förderung für Kinder in seinem Heimatdorf
Chalil zu organisieren. Spender/innen aus Sankt Laurentius übernahmen zur
Förderung bedürftiger Schulkinder persönliche Patenschaften. Später
beteiligten sich daran auch weitere Gemeinden, das Kindermissionswerk
und Einzelspender.
Im Jahr 2002 hat der Pfarrgemeinderat beschlossen, das Projekt zu
einem Schwerpunktprojekt der Gemeinde im Bereich "Eine Welt" zu machen.
Eine Projektgruppe wurde gebildet.
Nach den Erfahrungen in den ersten Jahren sind wir vom System der
Patenschaften hin zur Projektförderung übergegangen. Aus der Schülerförderung
wurde eine Erweiterung durch Untericht vor und nach der öffentlichen Schule,
Kindergarten, Jugendarbeit, Ausbildungsförderung (z.B. Nähschule) undandere Aktivitäten.
Der Großteil der Aktivitäten wickelte sich auf dem Privatgelände der Familie
Kochinamkary in provisorischen Zelten ab.
So entstanden ab 2000 Pläne, ein festes Haus zu bauen, das "Haus der Hoffnung."
Ein Grundstück konnte günstig erworben werden. Im August 2003 wurde der Grundstein gelegt.
Im Januar 2005 wurde die Einweihung gefeiert und das Haus in Besitz genommen.
Nach Inbetriebnahme des Hauses haben wir begonnen, im Haus eine Vollschule einzurichten.
Der Staat gab die Genehmigung und sagte zu, nach einer Probezeit die Schule voll anzuerkennen.
Dazu mußten wir das "Haus der Hoffnung." erweitern, da spätestens nach vier Jahren alle
Räume belegt waren. Nach langer Prüfung durch die staatlichen Stellen haben wir
Ende 2008 die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau erhalten.

Haus der Hoffnung